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Was ist ein Six Sigma Black Belt und welche Aufgaben hat dieser?

Der Six Sigma Black Belt ist ein wichtiger Bestandteil der Prozessoptimierungsmethode Six Sigma - doch wie ist seine Position einzuordnen, welche Aufgaben hat dieser? In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Einordnung des Black Belts in Six Sigma Projekten.

In der Six Sigma Methodik hat sich eine Hierarchie mit unterschiedlichen Stufen etabliert. Dabei werden die einzelnen Hierarchiestufen als "Belts" in unterschiedlicher farbiger Ausprägung bezeichnet. Über den Mitgliedern eines Verbesserungsprojekts (oftmals auch als White Belts bezeichnet) steht der Six Sigma Yellow Belt. Dieser besitzt ein Grundlagenwissen und leistet die Routinearbeit im Six Sigma Projekt. Die Hauptaufgabe der Yellow Belts ist es, die über ihnen stehenden Green Belts zu unterstützen. Ein Green Belt ist dabei deutlich umfassender geschult, und arbeitet meist in Teilzeit an weniger komplexen Six Sigma Projekten.

Darüber steht der Black Belt. Dieser hat die größte Expertise im Bereich der Prozessverbesserung. Neben Know-how zu verschiedenen Methoden muss er ein ausgeprägtes Wissen über die unternehmensinternen Prozesse mitbringen. Black Belts arbeiten meist in Vollzeit an komplexen Projekten zur Prozessverbesserung. Somit stellt der Black Belt das Herzstück von Six Sigma dar und ist ähnlich wie ein Regisseur am Theater oder auch beim Film verantwortlich für die künstlerische Gestaltung des Projekts. Er trägt somit entscheidend für den Erfolg der Six Sigma Initiative bei.


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Wozu wird ein Black Belt benötigt?

Der Six Sigma Black Belt fungiert als Projektleiter und übernimmt das Projektmanagement. Sein Handlungsrahmen ist der DMAIC-Zyklus als Projektleitfaden. Ähnlich der Inszenierung eines Regisseurs stellt sein Projekt ein eigenständiges künstlerisches Werk dar. Jedoch wird sein Erfolg nicht am Beifall der Zuschauer, sondern an konkreten Einsparungen, verbesserten Kennzahlen sowie anderweitigem Nutzen festgemacht. Zusätzlich unterstützt er andere Teilnehmer im Six Sigma Projekt mit Coaching und Mentoring zu Methoden und Werkzeugen.

Was sind die Aufgaben des Six Sigma Black Belts?

Six Sigma Black Belts müssen …

  • das Six Sigma Training verstehen und auf Projekte anwenden.
  • andere durch Ausbildung und Kommunikation dahingehend beeinflussen, dass sie den Wandel in der Methodik mittragen.
  • die konsequente und disziplinierte Anwendung der Six Sigma Methode in der Firma sicherstellen und Projekte zur Prozessoptimierung durchführen.
  • gewährleisten, dass ein verbesserter Prozess stabil bleibt.
  • Projektfortschritt sowie -Ergebnis an die Champions berichten.
  • Chancen für neue Six Sigma Projekte erfassen.

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Welche Fähigkeiten sollte der Black Belt mitbringen?

Ein Black Belt muss Fachwissen zu allen Bereichen mitbringen. Er muss in keinem der Bereiche der allerbeste im Unternehmen sein - jedoch sollte er in den oberen Rängen angesiedelt sein. Black Belts besitzen das umfassendste Wissen über Werkzeuge und statistische Methoden aus dem Six Sigma Werkzeugkoffer.

Zusätzlich zum fachlichen Wissen zu Methoden, Unternehmensprozessen und Werkzeugen sollte ein Black Belt noch zahlreiche Soft Skills und Fähigkeiten mitbringen. So sollte er eine recht hohe Auffassungsgabe besitzen, neue Dinge schnell zu erlernen bzw. sich in fremde Bereiche zügig eindenken zu können. Dies wird ihm im Training wie auch in Coaching- und eigenen Projektsituationen sehr hilfreich sein. Eine gute Portion Selbstvertrauen gepaart mit ausgeprägten Soft Skills (z.B. zur Kommunikation) lassen ihn Teamgeschehnisse aufmerksam erkennen und zielgerichtet lenken. Analytischer Sachverstand, projektorientierte Denkweise und Spaß an der Veränderung runden sein Profil ab.


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Wie ist der Black Belt hierarchisch eingeordnet?

Die meisten Black Belts entstammen zu Beginn ihrer Verbesserungsexperten-Tätigkeit der unteren oder mittleren Führungsebene. Im Rahmen der Six Sigma Projektarbeit erhalten Sie eine Plattform, sich mit vielen Facetten und in verschiedenen Situationen zu zeigen. Dadurch ist es in vielen Unternehmen üblich, dass sich ein Black Belt durch gute Prozessoptimierungen für eine höhere Stelle qualifizieren kann.

Damit stellen Six Sigma-Ausbildungen und -Projekte auch letztlich immer eine Art Führungstraining dar und werden von vielen Unternehmen – neben den anderen Vorzügen – auch dahingehend wertgeschätzt. Im Verbesserungsprojekt von Six Sigma ist der Black Belt über dem Green, Yellow und White Belt eingestuft und somit der hochrangigste Verantwortliche. Über ihm steht nur der Master Black Belt. Dieser ist verantwortlich für die Schulung, Weiterbildung und Betreuung der anderen Teilnehmer im Six Sigma Projekt. Die Six Sigma Champions geben zusammen mit der Unternehmensleitung Projekte zur Prozessverbesserung an die Black Belts heraus, welche diese dann als Verantwortliche durchführen und begleiten.

Wo steht der Six Sigma Black Belt in der Hierarchie?

Wie verläuft eine Black Belt Ausbildung als Six Sigma Schulung?

Als Black Belt ist leider noch keiner direkt vom Himmel gefallen, daher gilt auch hier erst mal, die Schulbank zu drücken. Das Training sowie die Zertifizierung des Black Belt umfasst ein 4-wöchiges Schulungsprogramm. Dies ist weltweit standardisiert, auch die jeweiligen Inhalte sind zu über 80 % vergleichbar und entsprechen meist den Richtlinien der ASQ (American Society for Quality). Natürlich hat hier auch die subjektive Note und Vorgehensweise des Trainers einen deutlich Einfluss auf den Erfolg und die Akzeptanz des Trainings.

Trainingsbegleitend führt der Black Belt-Kandidat ein Ausbildungs-Projekt durch. Für das Trainingsprojekt sollten allerdings schon die gleichen strengen Regeln gelten, wie für ein reguläres Six Sigma Verbesserungsprojekt. Die Effektivität, was das Ergebnis angeht, muss von Beginn an gegeben sein, sicherlich sind aber ein paar Abstriche in puncto Effizienz im Umgang mit den erst neu zu erlernenden Tools und der Six Sigma-eigenen Systematik erlaubt. Neben einem ebenfalls vom Champion bestätigten erfolgreichen Projekt, gehört ein von einem seriösen Trainer abgenommener und dokumentierter Abschlussbericht. Wird die Abschluss Prüfung des Trainings erfolgreich absolviert, kann das Zertifikat zum "Six Sigma Black Belt" ausgestellt werden - die Zertifizierung ist hiermit abgeschlossen.

Neben den initialen Kosten für die 4-wöchige Ausbildung mit Zertifikat und die Durchführung des Ausbildungs-Projekts, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass der Black Belt hauptberuflich für Six Sigma Projekte verantwortlich sein sollte. Sie müssen also die entsprechenden personellen Ressourcen dafür zur Verfügung stellen und die ehemaligen Positionen des Black Belts neu verteilen bzw. zusätzliches Personal dafür einstellen.

Black Belt Ausbildung Six Sigma Schulung


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Kati Brehmer
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