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Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse

Seminar zur wirtschaftlichen Auslegung von Toleranzen zur Kostenreduktion in der Fertigung

Bereits 1974 wurden in Deutschland erste Normen zur statistischen Tolerierung eingeführt. Damit wurde den Unternehmen und somit den Konstrukteuren ein Werkzeug an die zu geben, um bei steigenden Genauigkeitsanforderungen die Funktion von Einzelteilen und Baugruppen sicherzustellen.

Durch das Anwenden der statistischen Tolerierung können, im Sinne der unvollständigen Austauschbarkeit, Einzelteile mit größerer Toleranz gefertigt werden. Das führt zum einen dazu, dass weniger Ausschuss produziert wird, bestehende ältere Maschinen länger genutzt werden können und somit die Kosten in einem erheblichen Maß eingespart werden können. Gleichzeitig ist es möglich, Einzelteile zu funktionsfähigen Baugruppen zusammenzusetzen, obwohl dies nach der bekannten arithmetischen Tolerierung nicht möglich ist.

Unzureichende Kenntnisse in diesem Bereich können zu einem wachsenden Druck durch die Mittbewerber und zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil führen. Denn nur bei maximaler Ausnutzung der Toleranzen und der damit verbundenen Toleranzanalyse kann sich ein Unternehmen gegen den Kostendruck behaupten.

Ihr Trainer im Seminar Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Konstruktion und Fertigung von Bauteilen mit sehr engen Toleranzen und kann aus einem breiten Erfahrungsschatz schöpfen, um Ihre individuellen Fragen zu beantworten und Ihnen praktische Hilfestellung rund um die Statistische Tolerierung zu leisten.


Ihre Schulung stellt sich vor

Was sind die Inhalte der Ausbildung Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse?

Ursachen von Abweichungen
- Ursache von Toleranzen und deren Einflussfaktoren
- Arten der Toleranzfestlegung und deren Vor- und Nachteile
- Messen von Abweichungen in der Fertigung

Einfluss der Toleranzen auf die Fertigungskosten
- Einflussgrößen der Produktion auf die Fertigungskosten
- Fertigungskosten in Abhängigkeit der Bearbeitungsart
- Qualität und Toleranz

Bezugssysteme
- Notwendigkeit von Form- und Lagetoleranzen
- 3-2-1 Regel bei dem Aufstellen von Bezugssystemen
- Auswerteverfahren mit unterschiedlichen Filtern ("GC", "GG", "GN", "GX")

Maßkettenstrukturen
- Aufbau von geometrischen Maßketten
- Aufstellen von 1D-Maßketten mit Hilfe von Maßkettengleichungen
- Ableitung von ebenen geometrischen Maßketten
- Kombination von verschiedenen Maßketten
- Umwandlung von 3D-Maßketten in berechenbare geometrische Maßketten

Arithmetische Toleranzanalyse
- Vorgehensweise bei der Festlegung von Einzeltoleranzen
- Vorgehensweise zur Berechnung von Schließmaßtoleranzen an Baugruppen
- Berechnung der arithmetischen Schließmaßtoleranz

Quadratische Toleranzanalyse
- Unterschied zwischen der quadratischen und arithmetischen Toleranzanalyse
- Berechnung der quadratischen Schließmaßtoleranz
- Grenzen und Anwendungsbereiche der quadratischen Schließmaßtoleranz

Statistische Grundlagen
- Unterscheidung von qualitativen und quantitativen Merkmalen
- Unterschied von Grundgesamtheit und Stichprobe
- Regeln zur Stichprobenentnahme
- Wahrscheinlichkeitsdichte- und Verteilungsfunktion der Normalverteilung

Prozessfähigkeitskenngrößen
- Berechnungsmethoden zur Bestimmung von Fähigkeitsindizes nach DIN 55319
- Zuordnung der Berechnungsmethoden von Fähigkeitsindizes für Prozesszeitmodelle nach DIN 55319
- Beurteilung von normalverteilten und beliebig verteilten Prozessen
- Berechnung der Fähigkeitsindizes von beliebig verteilten Prozessen

Fertigungsverteilungsmodelle

Statistische Toleranzanalyse
- Normen und Gesetzmäßigkeiten für die statistische Tolerierung (DIN 7186 und TGL 19115)
- Zentraler Grenzwertsatz der Statistik
- Gegenüberstellung der arithmetischen und statistischen Toleranzanalyse
- Berechnungsmethoden für die allgemeine statistische Tolerierung
- Voraussetzung zur Anwendung der statistischen Toleranzanalyse
- Gegenüberstellung verschiedener Toleranzanalysemethoden

Montagesituation einer mehrgliedrigen linearen Maßkette
- Beschreibung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Worst-case Situationen
- Vergleich der arithmetischen und der quadratischen Toleranzanalyse an einem konkreten Beispiel
- Zusammenhang der Fähigkeitsindizes zwischen Einzelteilen und Schließmaß innerhalb einer Baugruppe

Faltung zur Bestimmung der Schließmaßverteilung
- Grundlagen der Nummerischen Faltung zur Berechnung von beliebigen Verteilungen
- Vorgehen zur Faltung einfacher Verteilungen (Rechteckverteilung, Trapezverteilung, ...)

Paretoanalyse von Beitragsleistern
- Bestimmung der Qualität von Maßkettengliedern
- Berechnung von arithmetischen und statistischen Beitragsleistern

Nichtlineare Maßketten
- Notwendigkeit der Verwendung von Linearitätskoeffizienten
- Ermittlung von Linearitätskoeffizienten mittels Taylorreihenentwicklung
- Bestimmung der Linearitätskoeffizienten durch Variation von Geometrieparametern


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Was sind die Voraussetzungen der Ausbildung Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse?

Statistik Grundkenntnisse und Kenntnisse der arithmetischen und statistischen Tolerierung sind in diesem Seminar Toleranzanalyse / Statistische Tolerierung hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

An wen richtet sich diese Ausbildung und wer ist die Zielgruppe?

Dieses Toleranzanalyse Seminar - Statistische Tolerierung richtet sich an
- Projekt-, Konstruktions- und Entwicklungsleiter
- Ingenieure und Techniker aus Konstruktion, Entwicklung und Qualitätssicherung
- Technischer Einkauf
- Messtechniker und Mitarbeiter aus der Qualitätssicherung
- Mitarbeiter aus der Arbeitsvorbereitung und Produktion

Was lernen Sie in der Ausbildung Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse? - das Ziel der Ausbildung

Durch das Wissen, welches Ihnen in diesem Toleranzanalyse Seminar zur wirtschaftlichen Auslegung von Toleranzen vermittelt wird, lassen sich die Produktionskosten in Ihrem Unternehmen bei gleichbleibender Qualität und Zuverlässigkeit senken und die Produktivität erhöhen. Sie lernen die Ermittlung der Gewichtung einzelner Toleranzen auf die Gesamttoleranz, sodass Toleranzen gezielt angepasst werden können. Sie können somit sinnvolle Toleranzen im Sinne der statistischen Tolerierung angeben und beherrschen nach dem Seminar ein systematisches Vorgehen zur Festlegung von Einzeltoleranzen. Sie können die Ergebnisse praxisgerecht interpretieren. In diesem Toleranzanalyse Seminar - Statistische Tolerierung werden praxisgerechte Übungsbeispiele durchgearbeitet und Leitfäden zur einfachen Umsetzung verwendet.


Welchen Nachweis erhalte ich nach dem Besuch dieser Qualifizierungsmaßnahme? - Qualifikation

Sie erhalten eine Qualifikationsbescheinigung zur Teilnahme am Seminar "Statistische Tolerierung - Toleranzanalyse" in Deutsch und Englisch.


Sie haben Fragen oder wünschen ein Angebot?
Ich helfe Ihnen gerne weiter!

Kati Brehmer
Produktmanagement Training & PRO SYS
Tel.: 07231 92 23 91 -29
E-Mail: kbrehmer@vorest-ag.de



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